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Entzündliche Darmerkrankungen
Impfungen nicht vergessen

Auch für Patienten mit Morbus Crohn werden die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts angeratenen Standardimpfungen empfohlen. Fehlende Impfungen sollten am besten nachgeholt werden, wenn die Erkrankung festgestellt wird. Spätestens aber vor einer immunsuppressiven Behandlung ist es Zeit, den Impfstatus zu überprüfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob Sie einen ausreichenden Impfschutz haben.

Was sind TNF-α-Blocker und wie wirken Sie?

TNF-α-Blocker sind biotechnologisch hergestellte Medikamente und gehören zu den sogenannten Biologika. Sie greifen gezielt in das Krankheitsgeschehen des Morbus Crohn ein, indem sie den entzündungsfördernden Botenstoff TNF-α hemmen. Die durch die Darmentzündung ausgelösten Symptome können so rasch und nachhaltig gelindert werden. Dazu gehört auch, dass sich Darmfisteln unter einer Behandlung mit TNF-α-Blockern dauerhaft verschließen können. TNF-α-Blocker wirken sehr schnell. Die meisten Patienten berichten von Verbesserungen innerhalb der ersten zwei Wochen.

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Für wen sind TNF-α-Blocker geeignet?

Die deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten empfiehlt den Einsatz der TNF-α-Blocker bei erwachsenen Patienten mit schwerem aktiven Morbus Crohn, die auf eine Therapie mit einem Kortisonpräparat und einem Immunsuppressivum nicht angesprochen haben. Suchen Sie in jedem Fall das Gespräch mit einem Gastroenterologen, der Sie über die Möglichkeiten sowie Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie mit TNF-α-Blockern aufklärt.

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Behandeln

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Beratung

Morbus Crohn kann heute gut behandelt werden. Es gibt eine Reihe wirksamer Therapien, die Schmerzen und Symptome deutlich lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Gerade in den letzten Jahren haben neue Erkenntnisse über die Krankheitsentstehung zur Entwicklung innovativer, biotechnologisch hergestellter Medikamente geführt. Diese greifen gezielt in den Entzündungsprozess ein und kontrollieren die Erkrankung langfristig. Vorrangiges Ziel der Therapie ist es, die Anzahl der Schübe zu verringern. Ist das vollständige Abklingen der Symptome erreicht, gilt es, diesen Zustand so lange wie möglich zu erhalten und ein neues Aufflammen der Entzündung zu verhindern. Welche Medikamente zum Einsatz kommen, wird für jeden Patienten individuell entschieden.

Medikamentöse Therapie

  • Aminosalizylate (sog. 5-ASA-Präparate) können bei leichteren Schüben wirksam sein. Sie wirken entzündungshemmend.
  • Kortison (Glukokortikoide) wird vor allem bei akuten Schüben eingesetzt. Wirkt stark entzündungshemmend und seine Wirkung setzt schnell ein.
  • Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin, Methotrexat) sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken. Sie werden bei schweren Formen des Morbus Crohn eingesetzt. Meistens wirken sie erst zeitverzögert nach ca. 2 bis 6 Monaten. Mit ihnen wird behandelt, wenn z. B. Kortison keine Wirkung mehr zeigt.
  • TNF-α-Blocker greifen gezielt in das Entzündungsgeschehen ein. Sie können bei Patienten mit schwerem Morbus Crohn eingesetzt werden, die auf die oben genannten Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen oder sie nicht vertragen.

Operative Maßnahmen

  • Bei Komplikationen wie Darmfisteln, Abszessen und Stenosen können Operationen notwendig sein.
  • Greift die medikamentöse Therapie nicht, kann z.B. die Entfernung schwer betroffener Darmabschnitte erforderlich werden.

Psychologische Maßnahmen

  • Die Erkrankung Morbus Crohn kann sehr belastend sein und mit Sorgen, Ängsten und auch Schamgefühlen einhergehen.
  • Psychologische Unterstützung kann im Umgang mit der Erkrankung stärken und helfen, eine Akzeptanz des Morbus Crohn zu erreichen.
  • Therapie mit Biologika
    Mit dem Einsatz von TNF-α-Blockern besteht die Möglichkeit, den Entzündungsprozess des Morbus Crohn schnell und langfristig positiv zu beeinflussen. So kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und zum Teil sogar ganz gestoppt werden. » Mehr

 

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