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Entzündliche Darmerkrankungen

Kunstprojekt „Entzündet“ verleiht auch Morbus Crohn ein Gesicht

„Entzündet“ zeigt Werke verschiedener Kunstformen und hat zum Ziel, die Öffentlichkeit über Entzündungserkrankungen zu informieren und Patienten zur früheren Diagnose und richtigen Behandlung ihres Leidens zu verhelfen.

Ein Beispiel der Ausstellung: Mit seiner Arbeit „Krieg im Körper“ möchte Tim Eckhorst möglichst viele Menschen über Morbus Crohn informieren. „Also habe ich einen großformatigen Comic in Form einer Wandbemalung erstellt, der seit Sommer 2009 an einer Kieler Hauswand zu sehen ist. Täglich bleiben viele Passanten stehen, lesen den Comic und lernen dabei etwas über die Erkrankung.“

Das Projekt „Entzündet“ der Muthesius Kunsthochschule Kiel entstand in Kooperation mit dem norddeutschen Forschungsverbund Exzellenzcluster Entzündungsforschung („Inflammation at Interfaces“). Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Darmerkrankungen und dem Gesundheitsunternehmen Abbott.

„Wir fördern „Entzündet“, weil wir mehr Bewusstsein für Entzündungskrankheiten wie z. B. Morbus Crohn schaffen möchten – bei Angehörigen, Freunden und in der Öffentlichkeit, bei möglichen Betroffenen und genauso bei Ärzten, die eine frühere Diagnose und Behandlung gewährleisten können. Denn wem die Erkrankung buchstäblich vor Augen geführt wird, kann sie auch besser verstehen und erkennen“, so Wulff-Erik von Borcke, Sprecher der Geschäftsführung Abbott Deutschland.
PD Dr. Tanja Kühbacher, Vostandsvorsitzende der Stiftung Darmerkrankungen, weist darauf hin, wie wichtig eine frühe Erkennung entzündlicher Erkrankungen ist. „Eine frühe Diagnose und Behandlung durch einen auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen spezialisierten Facharzt sind entscheidend für die Lebensqualität der betroffenen Menschen.“

Das Projekt „Entzündet“

Im Rahmen des Projektes waren Kunststudenten der Muthesius Kunsthochschule Kiel aufgerufen, eine visuelle Sprache für das Thema Entzündungskrankheiten wie Schuppenflechte (Psoriasis), Morbus Crohn, Asthma oder auch Parodontitis zu entwickeln. Die Studenten stammten aus verschiedenen künstlerischen Fachrichtungen, unter anderem Kommunikationsdesign, Freie Kunst, Fotografie, Digitale Medien, Bildhauerei und Keramik. Um sich dem Thema zu nähern, besuchten sie Vorträge und nahmen an Untersuchungen wie z. B. einer Endoskopie bei einem Morbus Crohn-Erkrankten am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein teil.

 

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