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Schuppenflechte
Was sind TNF-α-Blocker und wie wirken Sie?

TNF-α-Blocker sind biotechnologisch hergestellte Medikamente und gehören zu der Gruppe der so genannten Biologika. Sie greifen gezielt in das Krankheitsgeschehen der Psoriasis ein, indem sie den entzündungsfördernden Botenstoff TNF-α hemmen. Plaques und Entzündung gehen im Regelfall zurück oder verschwinden sogar vollständig. Die meisten Patienten berichten bereits innerhalb der ersten zwei Behandlungswochen von Verbesserungen.

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Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Die Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, von der nicht nur die Haut betroffen ist. Daher wird sie auch als Systemerkrankung bezeichnet. Ihr liegt eine Fehlsteuerung des Immunsystems zugrunde. Wenn die Schuppenflechte auch nicht heilbar ist, so kann sie heute wirksam behandelt werden. Therapieziel ist das vollständige Abklingen der Symptome, eine positive Beeinflussung von Begleiterkrankungen und eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. Es stehen unterschiedliche Behandlungen zur Verfügung, mit denen die Krankheitszeichen kontrolliert werden können.

Jede Schuppenflechte ist unterschiedlich in Ausprägung und Verlauf. Die Wahl der passenden Therapie erfolgt daher für jeden Patienten individuell und orientiert sich am Schweregrad und den persönlichen Umständen. Generell können drei Arten der Therapie unterschieden werden: äußerlich (topisch), physikalisch (z. B. durch Licht) und innerlich (systemisch). Innerhalb der systemischen Behandlungen nehmen Biologika durch ihr neuartiges Wirkprinzip eine besondere Rolle ein. Die äußerliche und physikalische Behandlung wird bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis eingesetzt. Eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte wird mit Phototherapie oder systemischen Medikamenten behandelt. Oft werden die unterschiedlichen Therapieformen auch kombiniert.

Äußerliche Behandlung

Bei der topischen Therapie wird die Haut von außen behandelt, indem z. B. eine Creme, Salbe oder Lotion auf die betroffenen Partien aufgetragen wird. Diese Form der Behandlung wird in der Regel bei leichten Formen der Psoriasis gewählt. Zu den Wirkstoffen, die zum Einsatz kommen, gehören u. a. Salicylsäure, Dithranol, Glukokortikoide (Kortison), Vitamin-D3-Präparate und Retinoide. Ihre Wirkweise ist unterschiedlich. Sie sind z. T. entzündungshemmend (z. B. Kortison) oder wirken auf die gestörte Neubildung der Hautzellen (z. B. Vitamin-D3-Präparate). Die topische Therapie wird oft mit physikalischen Behandlungen kombiniert.

Bei der äußerlichen Behandlung können die Wirkstoffe gezielt auf die betroffenen Hautpartien aufgebracht werden. Oft ist das Auftragen jedoch mit einem recht hohen Zeitaufwand verbunden, denn die Behandlung muss in der Regel jeden Tag gründlich angewendet werden, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Einige Wirkstoffe der topischen Behandlung haben unangenehme Nebenwirkungen und können zudem zu Verfärbungen der Haut oder auch von Textilien führen. Dazu gehört Dithranol oder auch die heute nur noch selten angewendeten Teerpräparate.

Physikalische Behandlung

Licht- und Badetherapie wirken durch physikalische Effekte auf die Haut. Die Badetherapie (auch Balneotherapie) erfolgt in Form von Solebädern. Sie kann auch als Vorbereitung für eine Behandlung mit UV-Licht eingesetzt werden. Bei der Lichttherapie (auch Phototherapie) wird die Haut mit einem bestimmten Licht aus dem ultravioletten (UV) Bereich, dem UV-A- oder UV-B-Licht, bestrahlt. Die Lichttherapie darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da die UV-Strahlung auch zu einer Hautschädigung führen kann. Auch zur langfristigen Behandlung ist diese Therapieform daher nicht geeignet. Die Bade- und Lichttherapie kann nur in einer Klinik oder speziell ausgestatteten Hautarztpraxis durchgeführt werden. Die Behandlung am Toten Meer nutzt die Kombination aus Solebädern und Lichttherapie, da das Tote Meer einen besonders hohen Salzgehalt hat und eine klimatische Besonderheit zu einer günstigen Sonneneinstrahlung führt.

Bei der PUVA-Therapie (auch Photochemotherapie) wird der Wirkstoff Psoralen mit UV-A-Bestrahlung kombiniert. Psoralen wird vor der UV-A-Behandlung verabreicht – in der Regel als Bad oder Creme – und macht die Haut empfindlicher gegenüber der UV-Strahlung. Die PUVA-Therapie wird bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis angewendet.

Innerliche Behandlung

Bei der systemischen Behandlung werden Medikamente innerlich, z. B. als Tabletten oder Injektionen, verabreicht. Diese Art der Therapie muss mit besonderer Sorgfalt erfolgen, damit eventuelle Risiken vermieden oder frühzeitig erkannt werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind daher in der Regel notwendig. Zu den Wirkstoffen, die bei der innerlichen Behandlung angewendet werden, gehören Fumarsäureester, Methotrexat, Ciclosporin und Retinoide. Sie wirken mehrheitlich auf die Aktivität des körpereigenen Abwehrsystems, des Immunsystems, und damit auf die Entzündungsreaktion der Psoriasis und werden bei der mittelschweren bis schweren Schuppenflechte eingesetzt. Einige Wirkstoffe, z. B. das Retinoid Acitretin, werden auch mit der Lichttherapie kombiniert.

Neue Erkenntnisse über den Krankheitsprozess haben zur Entwicklung innovativer, biotechnologisch hergestellter Medikamente (so genannter Biologika) geführt. Dadurch, dass diese Medikamente gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen, können sie die Erkrankung langfristig kontrollieren.

Der Körper produziert eine Vielzahl entzündungsfördernder Botenstoffe (Zytokine). Sie helfen dem Immunsystem, Eindringlinge wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen. Bei der Psoriasis ist dieser Vorgang gestört. Es kommt zu einer dauerhaft erhöhten Ausschüttung dieser Botenstoffe, durch die das Krankheitsbild der Psoriasis entsteht. Zu diesen Zytokinen gehören der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α) und auch unterschiedliche Interleukine. Biologika verhindern die Wirkung einzelner Botenstoffe. TNF-α-Blocker z. B. richten sich gegen TNF-α, andere Biologika gegen bestimmte Interleukine.

 

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