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Schuppenflechte

Therapie mit Biologika

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Intensive Forschung und neue Erkenntnisse zum Erkrankungsprozess der Psoriasis haben die Entwicklung innovativer und effektiver Medikamente ermöglicht. Mit ihnen lassen sich die Entzündungsvorgänge im Körper schnell und nachhaltig kontrollieren. Ein Beispiel für die Gruppe der Biologika, die aufgrund ihrer biotechnologischen Herstellung so genannt werden, sind TNF-α-Blocker. Ihr Wirkprinzip unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Therapien. Sie greifen gezielt in den Entzündungsprozess ein und können ihn zum Erliegen bringen. Die Hautveränderungen gehen oft innerhalb weniger Wochen zurück oder verschwinden sogar vollständig. Die Psoriasis bedarf aber auch mit der Entwicklung neuer Medikamente einer dauerhaften Therapie.

Irrtum im Immunsystem

Der Organismus produziert eine Vielzahl entzündungsfördernder Botenstoffe (Zytokine). Sie helfen dem Immunsystem (körpereigenes Abwehrsystem), Eindringlinge wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen. Ist ein Eindringling eliminiert, reduziert der Körper die Produktion dieser Botenstoffe normalerweise wieder. Bei der Psoriasis ist diese Regulation gestört, und es kommt zu einer dauerhaft erhöhten Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine. TNF-α steht für Tumor-Nekrose-Faktor-alpha und ist einer dieser wichtigen Botenstoffe. Durch eine anhaltend erhöhte Produktion von TNF-α und anderer Botenstoffe wird in der Haut eine dauerhafte Entzündungsreaktion vermittelt. Darüber hinaus entsteht eine vermehrte Produktion bestimmter Hautzellen, der Keratinozyten. So entsteht das typische Krankheitsbild der Plaque-Psoriasis, gekennzeichnet von Plaques mit übermäßiger Schuppung und Rötung.

Gezielte Hemmung der Entzündung

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Hier setzt die Wirkung von TNF-α-Blockern ein. Sie binden gezielt an das Schlüsselmolekül TNF-α und setzen den Botenstoff so außer Gefecht. Damit kann der Entzündungsprozess durchbrochen und sogar vollkommen zum Erliegen gebracht werden. Die Symptome der Psoriasis werden gelindert, Entzündung, Plaques und Schuppung gehen zurück. Im Vergleich zu manchen klassischen systemischen Therapien wirken TNF-α-Blocker sehr schnell. Die meisten Patienten berichten über eine Besserung der Symptome innerhalb der ersten zwei Wochen nach Behandlungsbeginn. Allgemein sind TNF-α-Blocker gut verträglich, weil sie körpereigenen Eiweißstoffen (Proteinen) sehr ähnlich sind. Es gibt unterschiedliche TNF-α-Blocker zur Behandlung der Plaque-Psoriasis. Sie unterscheiden sich in ihrer Struktur und in der Art der Anwendung. Neben TNF-α-Blockern gibt es weitere Biologika, die sich gegen andere Botenstoffe richten, z.B. gegen bestimmte Interleukine.

Die Behandlung mit TNF-α-Blockern

Da TNF-α-Blocker aus Eiweißstoffen (Proteinen) bestehen, können sie nicht als Tablette eingenommen werden. Die Magensäure würde den Wirkstoff zerstören. Sie werden entweder als Injektion unter die Haut (subkutan), oder in eine Vene (intravenös) als Infusion verabreicht. Die subkutane Injektion kann vom Patienten einfach und schnell selbst zu Hause vorgenommen werden, die Infusion erfolgt in der Arztpraxis. Häufige Nebenwirkungen von TNF-α-Blockern sind z.B. Reaktionen an der Injektions- oder Infusionsstelle. Diese Rötungen oder ein Juckreiz klingen aber in der Regel schnell wieder ab. Darüber hinaus wird bei der Behandlung mit einem Biologikum die Aktivität des Immunsystems beeinflusst, wodurch das Risiko für Infektionen erhöht ist. Patienten mit chronischen Infektionen sollten nur nach sorgfältiger Abwägung durch ihren behandelnden Arzt mit diesen Wirkstoffen behandelt werden.

Für wen sind TNF-α-Blocker geeignet?

TNF-α -Blocker können bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer und schwerer Psoriasis eingesetzt werden, wenn herkömmliche Therapien keinen ausreichenden Erfolg gezeigt haben, aus verschiedenen medizinischen Gründen nicht angewendet werden dürfen oder nicht vertragen wurden. Suchen Sie in jedem Fall das Gespräch mit Ihrem behandelnden Hautarzt. Er sollte Sie über die Möglichkeiten und den richtigen Zeitpunkt einer Therapie mit TNF-α -Blockern aufklären können.

 

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