Weitere Informationen zum Thema Rauchen und Schuppen-flechte finden Sie in der Broschüre Wegweiser in ein rauchfreies Leben.
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Rauchfrei
„Rauchen gefährdet die Gesundheit“, diese Tatsache ist allgemein bekannt. Doch in welchem Zusammenhang steht der Tabakkonsum mit der Schuppenflechte? Rauchen gehört zu den Risikofaktoren für die Psoriasis und wirkt sich ungünstig auf den Erkrankungsverlauf aus. Hinzu kommt, dass der Griff zur Zigarette das Risiko für Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen steigert. Menschen mit Psoriasis leiden – aufgrund der Auswirkung der Erkrankung auf den gesamten Körper – häufiger als Hautgesunde unter diesen Krankheitsbildern, der Griff zur Zigarette steigert dieses Risiko nochmals. Auch der Haut tut der blaue Dunst nicht gut, denn er fördert die Hautalterung. Durch das Rauchen wird die Haut schlechter durchblutet und weniger mit Sauerstoff versorgt. Zudem wird durch Nikotin Kollagen abgebaut, ein körpereigener Eiweißstoff, der die Haut straff und elastisch hält. Wer das Rauchen aufgibt, belohnt sich und steigert sein Wohlbefinden in vielerlei Hinsicht. Entscheidet sich ein Raucher mit Schuppenflechte für ein rauchfreies Leben, kommen gleich noch ein paar wesentliche Vorteile dazu.
Wer als Psoriasis-Patient das Rauchen aufgibt,
- vermindert das Herzinfarktrisiko
- verringert das Schlaganfallrisiko
- schaltet einen Risikofaktor für Schuppenflechte aus
- hat eine bessere Lebensqualität
Werden Sie aktiv!
Sie haben nicht vor, das Rauchen in nächster Zeit aufzugeben? Sie haben schon darüber nachgedacht, doch der richtige Zeitpunkt ist noch nicht gekommen? Sie möchten aufhören, wissen aber noch nicht so recht, wie Sie es anfangen sollen? Egal in welcher dieser Phasen Sie sich gerade befinden: Wenn Sie sich mit dem Thema Rauchstopp beschäftigen, ist der erste Schritt bereits getan. Bleiben Sie also am Ball und werden Sie aktiv! Suchen Sie sich Unterstützung, informieren Sie sich und lassen Sie keine Frage zur Nikotinsucht und -entwöhnung offen. Antworten erhalten Sie z. B. auch am Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums unter der Nummer 06221/42 42 00.
Fest im Griff des blauen Dunsts?
Mit dem Rauchen aufhören – einfacher gesagt als getan. Doch warum fällt es so schwer, auf den Griff zur Zigarette zu verzichten? Rauchen ist eine Sucht, und die Droge heißt Nikotin. Die Abhängigkeit besteht sogar im doppelten Sinn, nämlich körperlich und psychisch. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die für ihn angenehme Wirkung des Nikotins und verlangt bald nach ständigem Nachschub. Gleichzeitig werden nach einer Weile bestimmte Situationen mit dem Rauchen verknüpft: z.B. Kaffeetrinken, nach getaner Arbeit, bei Langeweile oder in Stresssituationen. Eben diese Tätigkeiten wecken dann ein Rauchverlangen. Das macht zunächst einmal wenig Mut, die Entwöhnung in Angriff zu nehmen. Doch das Bewusstsein dafür, dass eine Sucht besteht, hilft, Stolpersteine während des Ausstiegs zu erkennen und zu umgehen.
Wenn das Aufhören „Gewicht bekommt“
Geht ein Rauchstopp immer mit einer Gewichtszunahme einher? Tatsächlich nehmen viele Raucher – wenn auch nicht alle – mit der Entwöhnung zu. Das liegt zum einen daran, dass Rauchen den Stoffwechsel beeinflusst und für einen erhöhten Energieumsatz sorgt. Zum anderen hat Nikotin eine appetitzügelnde Wirkung. Um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken, sollte dem vermehrten Hungergefühl möglichst nicht nachgegeben werden. Auch Essen als Ersatzhandlung sollte vermieden werden, auch wenn dabei – ähnlich dem Rauchen – Hände und Mund beschäftigt sind. Zusatzpfunden kann effektiv mit einer bewussten, ausgewogenen Ernährung und gezielter Bewegung entgegengewirkt werden.
Welche Wege führen aus dem Rauch?
Es gibt verschiedene Arten der Unterstützung, die eine Entwöhnung erleichtern und die Erfolgsaussichten steigern können. Ein Wundermittel, um von der Sucht geheilt zu werden, gibt es nicht. Den Weg aus der Abhängigkeit muss jeder Raucher aus eigener Kraft gehen. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist also die eigene Motivation.
Auf dem Weg in ein rauchfreies Leben müssen alte Rauchgewohnheiten durchbrochen und viele alltägliche Verhaltensweisen, die mit dem Rauchen zusammenhängen, geändert werden. Daher haben sich verhaltenstherapeutische Konzepte als wirksame Unterstützung bei der Entwöhnung gezeigt. So bieten z. B. die Kurse des „Rauchfrei Programms“ vom Institut für Therapieforschung eine bewährte Hilfestellung. Über sechs bis acht Wochen werden die Kursteilnehmer für den Ausstieg motiviert, Strategien für die Zeit nach der letzten Zigarette entwickelt, die vor einem Rückfall schützen können, und das Rauchverhalten wird bewusst gemacht. Unter www.rauchfrei-programm.de finden Sie Kurse in Ihrer Nähe.
Sie schaffen es!
Ein Rauchstopp wird Sie voraussichtlich durch Höhen und Tiefen führen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie dabei nicht allein sind. Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden über Ihre Ausstiegspläne. Sie werden Ihnen bestimmt Rückhalt geben und auch Verständnis haben, falls Ihre Stimmung in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp ab und zu gereizt ist. Wenden Sie sich auch an Experten, z. B. Ihren Arzt. Er kann Ihnen Rat geben, welche Unterstützung für Sie geeignet ist. Gehen Sie Schritt für Schritt Ihren Weg in ein rauchfreies Leben. Sie haben nur Aussicht auf Gewinn, wenn Sie es versuchen!



