Missverständnisse vermeiden – Der selbstbewusste und offene Umgang ist nicht nur in der Familie wünschenswert, auch in der Schule kann er nützlich sein. Nur allzu menschlich ist es, dass Kinder und Jugendliche ihrer Unwissenheit und Unsicherheit durch unfreundliche Bemerkungen Ausdruck verleihen. Kommentare wie „Du bist doch nicht krank. Man sieht ja gar nichts!“ oder „Rheuma hat meine Oma.“, hat so manches rheumakranke Kind schon einmal gehört. Stärken Sie Ihrem Kind den Rücken, damit es mit solchen Situationen selbstbewusst umgehen und erklären kann, was hinter dem Begriff Kinder- und Jugendrheuma steckt.
Insbesondere bei schweren Verläufen, die mit Fehlzeiten in der Schule verbunden sein können, ist es sinnvoll, die Lehrer zu informieren. Erörtern Sie gemeinsam, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Ihr Kind zu unterstützen und Defizite zu vermeiden oder auszugleichen.
In der Schule
Tipps für den Alltag
- Informieren Sie und Ihr Kind Schulleiter, Lehrer und Mitschüler über die Erkrankung und die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Ein Referat im Biologieunterricht oder ein Ausflug in eine Rheumakinderklinik sind Möglichkeiten der Aufklärung.
- Unterstützen Sie Ihr Kind im selbstbewussten Umgang mit dem Rheuma.
- Bei Fehlzeiten ist Nachhilfe oder Förderunterricht sinnvoll, damit kein Leistungsabfall entsteht.
- Falls nötig, können Hilfsmittel wie beispielsweise Stifte mit Griffverstärkung für Schreibgeräte oder ein Laptop nützlich und hilfreich sein.
- Ist das Tragen der Schulbücher zu schwer, kann ein zweiter Satz beantragt werden, der in der Schule bleibt.


