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Rheumatoide Arthritis
Therapiemöglichkeiten
Medikamentöse Behandlung:
  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAR = Nichtsteroidale Antirheumatika) wie z. B. Diclofenac oder Ibuprofen lindern Schmerzen und hemmen die Entzündung
  • Kortison wirkt stark entzündungshemmend und verbessert schnell Schmerzen und Schwellungen der Gelenke.
  • Klassische Basismedikamente, z.B: Methotrexat (MTX) hemmen allgemein die Abwehrreaktion des Körpers gegen die Gelenke und verringern so die Entzündung.
  • Biologika wie TNF-alpha-Blocker, Interleukin-1- und Interleukin-6-Blocker, B- und T-Zell-Hemmer greifen in den Prozess der Gelenkentzündung und –zerstörung ein und blockieren diesen.
  • Schmerzmittel
Unterstützende Maßnahmen:
  • Physikalische Therapie
  • Krankengymnastik
  • Ergotherapie und Rehabilitation
  • Operative Maßnahmen
  • Psychologische Maßnahmen

Behandeln

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Es gibt heute eine Vielzahl wirksamer medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapiemöglichkeiten (siehe Kasten rechts). Sie verbessern Gelenkschwellungen und Schmerzen deutlich und beeinflussen den weiteren Verlauf der Erkrankung positiv. Für jeden Patienten wählt der internistische Rheumatologe individuell die für ihn geeigneten Therapien aus. Meist ist es die Kombination aus Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen, die den Erfolg der Behandlung ausmachen.

Was sind Biologika?

Die medikamentöse Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neue Forschungserkenntnisse über den Ablauf des Entzündungsprozesses im Gelenk haben zur Entwicklung innovativer, biotechnologisch hergestellter Medikamente geführt. Diese sogenannten Biologika greifen gezielt in das fehlgesteuerte Immunsystem ein. Sie hemmen so die Entzündung und halten damit das Fortschreiten der Erkrankung auf.

„Biologikum“ ist der Überbegriff für eine Gruppe von verschiedenen Medikamenten mit unterschiedlichen Angriffspunkten. Jedes dieser Medikamente hat zum Ziel die fälschlicherweise ausgelöste Entzündung gegen das Gelenk zu verringern bzw. ganz zu stoppen.

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Was sind TNF-alpha-Blocker und und wie wirken sie?

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TNF-alpha-Blocker gehören zu der Gruppe der Biologika. Sie binden den Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha oder TNF-α). Er reguliert eine Vielzahl von Prozessen im menschlichen Körper, löst unter anderem eine Entzündung aus und gibt das Signal für die Ausschüttung von weiteren entzündungsfördernden Botenstoffen. Vereinfacht gesagt, verstärkt TNF-alpha die Entzündung. Die Blockade dieses Stoffes stoppt den Prozess und die Entzündung klingt ab. Dies hat zur Folge, dass Gelenkschwellungen zurückgehen, Schmerzen nachlassen und der Knorpel und Knochen im Gelenk weniger angegriffen und zerstört wird.

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Für wen sind TNF-alpha-Blocker geeignet?

Die rheumatologische Fachgesellschaft der Ärzte (DGRh = Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie) empfiehlt den Einsatz der TNF-alpha-Blocker bei mittelschwerer und schwerer RA, wenn klassische Basismedikamente keinen ausreichenden Erfolg zeigen oder wegen Unverträglichkeit abgesetzt werden müssen. Verläuft die RA jedoch sehr aggressiv oder besteht eine Kontraindikation (Gegenanzeige) gegen Basistherapeutika, empfiehlt sie in Einzelfällen einen frühzeitigen Einsatz eines TNF-alpha-Blockers. Die Entscheidung über den Einsatz von TNF-alpha-Blockern bei RA (oder bei Verdacht auf RA) sollte von einem Rheumatologen getroffen werden

Wie werden TNF-alpha-Blocker verabreicht?

TNF-alpha-Blocker werden entweder unter die Haut gespritzt oder als Infusion intravenös verabreicht. Sie wirken im Gegensatz zu klassischen Basismedikamenten und anderen Biologika sehr schnell. Die meisten Patienten berichten von Verbesserungen der Gelenksymptome schon innerhalb der ersten zwei Wochen.

Wie gut ist die Verträglichkeit der TNF-alpha-Blocker?

Im Allgemeinen sind TNF-alpha-Blocker gut verträglich, weil sie körpereigenen Substanzen ähnlich sind. Mögliche Nebenwirkungen sind beispielsweise Reaktionen an der Injektionsstelle. Es kann eine leichte Rötung oder Juckreiz auftreten. In aller Regel klingen diese Symptome jedoch wieder ab. TNF-alpha ist im menschlichen Körper auch dafür zuständig, krankheitsverursachende Eindringlinge wie Viren und Bakterien zu bekämpfen. Wird es durch TNF-alpha-Blocker unwirksam gemacht, dann wird zum einen die Gelenkentzündung verbessert, zum anderen wird es für den Körper schwieriger Viren und Bakterien zu zerstören. Daher ist das Risiko für Infektionen erhöht. Bei Beschwerden oder bei Verdacht auf Nebenwirkungen sollte daher unverzüglich ein Rheumatologe (oder der behandelnde Rheumatologe) kontaktiert werden.

Was ist das Besondere an einer Therapie mit TNF-alpha-Blockern?

  • Gezielte Blockade eines der wichtigsten Botenstoffe des Entzündungsprozesses
  • Schnelle Verbesserung der Symptome
  • Hemmung der Gelenkzerstörung
  • Wirksamkeit auch über lange Zeiträume
  • Einfache Anwendung mit PEN oder Spritze
  • Langjährige Erfahrung weltweit

 

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