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Rheuma interaktiv

Für einen Morbus Bechterew Patienten ist nichts unmöglich

Morbus-Bechterew-Patient Damian Z. lief den Ultramarathon in Südafrika

Trotz Morbus Bechterew sieht er die Sonnenseiten des Lebens. Und das, obwohl er bereits seit etwa zehn Jahren mit der chronisch-entzündlichen Erkrankung leben muss. Sein Beispiel zeigt, dass ein aktives und vor allem sportliches Leben möglich ist. Und nicht nur das: Durch beständiges und hartes Training hat er sich seinen Jugendtraum erfüllt – die erfolgreiche Teilnahme am weltgrößten Ultramarathon (89 km)!

Seit wann haben Sie Morbus Bechterew?

Die Beschwerden haben 1997 begonnen. Ich wollte nach dem Abitur Sport studieren. Nach zwei Monaten Studium bekam ich Rücken- und Knieschmerzen und die Ärzte haben mir nahe gelegt mit dem Studium aufzuhören. Die Beschwerden sollten zunächst mit Schuheinlagen und Tabletten behandelt werden, das hat aber nicht geholfen. Später bekam ich wegen der Schmerzen Kortisontabletten. Eine Diagnose wurde aber nicht gestellt. 2002 bin ich durch meine Arbeit von Polen nach Deutschland gekommen. Auch hier konnten mir die Ärzte anfangs nicht helfen.

Wie wurden Sie behandelt?

Im Frühjahr 2004 wurde endlich die Diagnose Morbus Bechterew gestellt. Kortison und andere klassische Schmerzmittel halfen bei mir nichts mehr. Deshalb bekam ich einen TNF-α-Blocker.

Wie geht es Ihnen jetzt?

Gut! Nach den zeitweise fast unerträglichen Schmerzen fühle ich mich wieder wie ein normaler Mensch. Außerdem bin ich durch die Behandlung meinem Jugendtraum einen riesigen Schritt näher gekommen. Ins Glück joggen – ein Runner’s High erleben!
Ich war schon immer ein begeisterter Sportler und habe mir höhere Ziele gesetzt als andere Menschen. Mit dem Ultramarathon wollte ich mir und anderen beweisen, dass ich nicht vor meiner Erkrankung kapituliere. Und ich habe es geschafft!

Wie wichtig ist Ihnen Sport?

Sehr wichtig! Ich habe früher schon an Marathons teilgenommen und bin 1996 in Berlin 14. geworden. Dann habe ich wegen meines Bechterews aufgehört. Den Kontakt zum Sport habe ich aber nie verloren. Radfahren und Schwimmen, später auch die täglichen Bechterew-spezifischen Gymnastikübungen. Ich war und bleibe einfach immer ein Sportler, durch und durch.

 

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