Eine PsA Patientin versteckt sich nicht mehr
Sich in seiner Haut wohlfühlen! Wie alles begann...
Ich heiße Sabine, bin 28 Jahre alt und habe eine Psoriasis-Arthritis (PsA). Die ersten Symptome hatte ich schon in meiner Kindheit. Leider hatte ich das Pech, dass es nicht als rheumatische Erkrankung erkannt wurde. Erst 2003 bekam das Kind endlich einen Namen, eben PsA.
Der freie Fall
Meine Erkrankung führte dazu, dass das Leben nicht unbedingt leichter wurde. Der Job, der „Kampf“ mit dem Versorgungsamt um den GdB (Grad der Behinderung), die Suche nach einer geeigneten Therapie, selbst Alltägliches, wie der Haushalt, machten Schwierigkeiten. Manchmal blieb mir nicht anderes übrig, als nur ratlos dazusitzen.
Neue Ufer
Einfach nur dasitzen und sich selber bedauern, ist auf Dauer keine Lösung. Es mussten Hobbys her. Zuerst habe ich angefangen, zu basteln. Aber das brachte mich nicht aus der Wohnung. Und die kann manchmal, wenn die Knochen nicht wollen, schon zum Gefängnis werden. Die Konsequenz?
Ich habe vieles versucht, aber so richtig wollte mich nichts begeistern. Bis mich mein Lebensgefährte dann damit überfiel, dass er sein Hobby, die Fotografie, wieder intensivieren wollte. Zunächst habe ich da keinen großen Anteil für mich gesehen, aber ich sollte mich getäuscht haben. Ich hatte vor allem nicht angenommen, dass ich vor die Kamera soll. Und das, obwohl ich mich in meiner eigenen Haut damals unwohl gefühlt habe. Aber ich habe es versucht. Womit ich allerdings am allerwenigsten gerechnet habe, war, dass mir die Bilder gefallen und ich feststellen musste, dass ich mich in meiner Haut deswegen so unwohl gefühlt habe, weil ich mich selber nicht mochte. Aber nachdem mir die Bilder gefielen, konnte ich wieder anfangen, mich selber zu mögen und aufhören, mich zu verkriechen. Mit den Bildern kehrte auch mein Selbstbewusstsein zurück.
Und das Ende vom Lied
Einfach neue Wege gehen, den Mut aufbringen, einen Schritt ins Unbekannte wagen – ich habe für mich gelernt, dass ich den Mut nicht verlieren darf. Wenn ich etwas will, dann kann ich es schaffen. Und vor allem sollte man die Gelegenheiten ergreifen, wenn sie sich einem bieten!


